Forderungen 2026
Der Abwärtstrend des Demokratie-Index setzt sich auch heuer fort. Sein Wert verschlechtert sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt von 55,1 auf 54,1 Prozent. Hauptverantwortlich für den Abwärtstrend sind Ressourcenmangel in der Justiz und zunehmende Einschränkung digitaler Grundrechte.
Trotz Verbesserungen durch das Informationsfreiheitsgesetz bestehen weiterhin Lücken bei der Informationsfreiheit. Ein umfassendes Dokumentationsgesetz soll sicherstellen, dass amtliche Informationen erhalten bleiben und staatliches Handeln nachvollziehbar ist.
Handlungsbedarf besteht auch bei der Transparenz und Kontrolle im Parlament. Wirtschaftliche Interessen von Abgeordneten sollen umfassender offengelegt und ihr individuelles Abstimmungsverhalten öffentlich und maschinenlesbar zugänglich gemacht werden.
Erstmals wurde heuer auch das Kapitel Verwaltung in den Demokratie-Index aufgenommen. Um die Unabhängigkeit und Leistungsfähigkeit der Verwaltung zu stärken, braucht es unter anderem transparente Besetzungsverfahren und eine Begrenzung der Ministerkabinette.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre
Was wir wollen
Der Demokratie-Index will aufzeigen, ob die Regierungen und Parlamente über die Zeit jeweils ausreichende Maßnahmen gesetzt haben, um die nötigen demokratiepolitischen Benchmarks für eine moderne, liberale Demokratie zu erreichen – und inwieweit der Infrastruktur der Demokratie durch Stillstand oder Halbherzigkeit in Gesetzgebung und Gesetzesvollziehung Gefahr droht.
Steuerlich absetzbare Spenden (in der Überweisung oder per E-Mail Geburtsdatum bekanntgeben) bitte an das Konto „Demokratie-Index“ IBAN AT31 2011 1847 1184 5800 überweisen.
Die Ergebnisse 2026
Die gesammelten Ergebnisse 2026 inkl. der Vorjahre bis 2015, sowie alle Bewertungen im Detail, gibt es hier auch als Exceltabelle zum Download.



